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Fachkräfte gewinnen

Erster Jahrgang aus dem Kosovo beendet Altenpflege-Ausbildung

Veranstaltung im Betriebsrestaurant informierte über die Möglichkeit, freie Stellen mit Pflegekräften aus dem Ausland zu besetzen.

Kosovarische Azubis mit beruflicher Perspektive

Günter Braun, Fachlicher Vorstand der BruderhausDiakonie

Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender Diakonisches Werk Württemberg

Skender Reҫica, kosovarischer Minister für Arbeit und Soziales

Bedri Xhafa, Agentur Beschäftigungsförderung

Natyra Shabani, Kurssprecherin der Auszubildenden

Kosovarische Azubis mit beruflicher Perspektive

Kosovarische Azubis mit beruflicher Perspektive

Perspektiven schaffen

Im Herbst 2015 haben 27 junge Erwachsene aus dem Kosovo eine Altenpflege-Ausbildung bei verschiedenen diakonischen Trägern in Baden-Württemberg begonnen. Neun davon sind in Einrichtungen der BruderhausDiakonie ausgebildet worden.
Initiator des Kosovo-Ausbildungsprojekts ist das Diakonische Werk Württemberg (DWW) in Kooperation mit der kosovarischen Agentur für Beschäftigungsförderung Kosovo (APPK). Die Auszubildenden sollen helfen, freie Stellen in der Kranken- und Altenpflege zu besetzen. Der erste Jahrgang hat in diesem Jahr die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft in der Altenpflege abgeschlossen. Aus diesem Anlass haben das DWW, die APPK und die teilnehmenden Träger am 12. Oktober zu einer Veranstaltung in das Betriebsrestaurant der BruderhausDiakonie eingeladen.

Erfolgreiches Projekt

Für Günter Braun, Fachlicher Vorstand der BruderhausDiakonie, ist durch das Projekt eine „Win-Win-Situation“ entstanden, „von der beide profitieren – die jungen Menschen können eine Ausbildung machen und wir finden Mitarbeiter“. Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des DWW, betonte die Bedeutung des Projekts für eine „bunte Diakonie“. „Wir üben diese Vielfalt immer wieder neu ein – weil wir für alle offen sind. Diese Offenheit ist etwas Besonderes. Wir setzen auf Vielfalt, Grenzüberschreitungen und ein Miteinander“.

Der kosovarische Minister für Arbeit und Soziales, Skender Reҫica, sieht in dem Projekt einen wichtigen Beitrag zur Senkung der Arbeitslosigkeit im Kosovo.An die jungen Kosovaren appellierte er: „Lernt viel, lernt mehr als viel, engagiert euch – so eine Möglichkeit öffnet euch die Wege in eine bessere Zukunft“. Nicht nur in ihre eigene Zukunft, beteuerte Reҫicas Landsmann, Bedri Xhafa, APPK-Partner im Kosovo: „Ihr habt den Weg geöffnet, für die, die nach euch kommen.“ Die Kurssprecherin der Auszubildenden, Natyra Shabani, blickte auf ihre Anfangszeit in Deutschland zurück und ermutigte diejenigen, die sich noch in der Ausbildung befinden. „Am Anfang waren Heimweh, Sprachprobleme, lernen in der Schule. Wenn man Unterstützung bekommt, kann man das schaffen.“

Integration fördern

Unterstützung bekamen auch Majlinda und Sphend Zymeri, zwei der Absolventen in der BruderhausDiakonie. Die Geschwister haben Erfahrungen in den Seniorenzentren Alpirsbach und Gebrüder-Hehl-Stift in Loßburg gesammelt. Während der Veranstaltung berichteten sie über die positiven Eindrücke in ihrer Ausbildung in Deutschland und in der Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen. Ausbildungsvorbereitend haben sie im Kosovo einen Deutschkurs mit dem Schwerpunkt Pflegesprache besucht. Die deutschen Sprachkenntnisse erleichterten ihre Integration.

„Als Fremder in einem neuen Land ist es wichtig, schnell Kontakt zu bekommen und sich mit der deutschen Kultur auseinanderzusetzen“, so Sphend Zymeri. Die Betreuung der Auszubildenden in den Altenpflegeeinrichtungen empfanden sie als gut. Viele hospitierten zunächst. „Deutschkurs, Betreuung und Hospitation sind wichtige Erfolgsfaktoren des Projekts“, betonte Melanie Riester, Referentin zur Gewinnung ausländischer Mitarbeiter und Hochschulkontakte bei der BruderhausDiakonie.

In die Zukunft investieren

Rund 145 junge Menschen aus dem Kosovo werden derzeit in Altenpflege-Einrichtungen der Diakonie Württemberg ausgebildet, zehn absolvieren ein Freiwilliges Soziales Jahr. Im Herbst 2019 geht das erfolgreiche Ausbildungsprojekt in die fünfte Runde. 103 Kosovaren beginnen ihre Ausbildung bei der Diakonie in Baden-Württemberg.

Die BruderhausDiakonie bietet 16 Ausbildungsplätze an. Neben der BruderhausDiakonie beteiligen sich die Samariterstiftung e.V., Mariaberg e.V., die Evangelische Heimstiftung, die Evangelische Altenhilfe St. Georgen, die Evangelische Diakonieschwesternschaft Herrenberg-Korntal, die Diakonischen Dienste Singen, die Zieglerschen und das Seniorenzentrum Paul Gerhard in Pforzheim am Kosovo-Ausbildungsprojekt.

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